Winterbacher Mannschaft erfolgreich in Ulm

Winterbacher Mannschaft erfolgreich in Ulm

Category : Berichte

Am vergangenen Wochenende vom 22. und 23. Februar wurden in Ulm die Hallenmehrkampfmeisterschaften des Württembergischen Leichtathletik Verbandes ausgetragen. Der VfL Winterbach war dabei mit vier Athleten vertreten.

Bei der männlichen Jugend U20 sicherte sich die Winterbacher Mannschaft bestehend aus Nils Laauser, Lasse Laauser und Timm Redmers den Titel im Siebenkampf. Lasse, der eigentlich noch in der U18 starten darf, rückte für den Wettkampf zu den U20ern auf, um so die Möglichkeit zu haben eine Mannschaft in der U20er Konkurrenz zu stellen. Der Einstieg in den Wettkampf gelang ihnen mit einem 60 m-Lauf, in dem die drei unter sich waren und am Ende mit 7,97 s (Lasse und Timm) und 7,99 s (Nils) fast zeitgleich ins Ziel liefen. Der folgende Weitsprung brachte dann zwei persönliche Bestleistungen. Timm sprang auf 5,59 m, während sein Teamkollege Nils mit seinem schwächeren Sprungbein eine beachtliche Weite von 5,80 m erzielte. Auch Lasse zeigte mit 5,36 m einen guten Weitsprungwettkampf. Beim folgenden Kugelstoßwettbewerb gab es dann eine Premiere für Lasse und Nils, die zum ersten Mal einen Wettkampf mit dem 6 kg-schweren Wurfgerät der U20 bestritten. Am Ende überzeugten alle drei Winterbacher mit guten Weiten von 10,98 m für Timm, sowie 10,11 m für Nils. Lasse blieb mit 9,41 m knapp unterhalb der 10 m-Marke, jedoch war grade für ihn der Sprung von der 4 kg Kugel, die er von U16 Wettkämpfen gewohnt war, auf die 2 kg schwerere Variante eine für ihn spürbare Steigerung des Gewichts. Zum Abschluss des ersten Tages zeigten dann alle Winterbacher einen guten Hochsprungwettkampf. Vor allem Timm überraschte mit einem starken Ergebnis von übersprungenen 1,68 m. Lasse übersprang 1,64 m, während Nils mit 1,56 m überspringen konnte.

Zu Beginn des zweiten Tages mühten sich die drei über die 99 cm hohen Hürden. Während Nils und Lasse mit 10,22 s zeitgleich über die 60 m-Ziellinie gingen, kam Timm nur sieben Zehntel nach ihnen ins Ziel. Im Anschluss folgte ein respektabler Stabhochsprungwettkampf. Während Lasse seine persönliche Bestleistung von 3 m einstellte, konnte Timm seine auf selbige verbessern. Nils blieb mit 2,90 m nur knapp unter der 3 m-Marke. Den Abschluss des Siebenkampfs machte dann ein couragierter 1000 m-Lauf, bei dem sich Nils und Timm lange clever im Mittelfeld der Konkurrenz hielten, um am Ende eine starke Tempoverschärfung anzugehen. Am Ende konnte Nils den Lauf mit einer Zeit von 3.05,00 min vor Timm, der nur fünf Hundertstel später fast zeitgleich über die Ziellinie ging, gewinnen. Lasse ging den Lauf etwas zu schnell an und blieb daher am Ende mit einer Zeit von 3.22,01 min hinter seinen Vereinskollegen zurück.

Auch bei den Männern gab es einen Winterbacher Starter. Benjamin Gassioui, der seit November wieder für den VfL Winterbach startet, wagte sich an seinen Siebenkampf. Nach einem starken 60 m-Lauf, bei dem er seine persönliche Bestleistung auf 7,42 s verbesserte, folgte ein noch stärkerer Weitsprungwettkampf. Vor Beginn des Weitsprungs äußerte er bedenken mit der Anlage in der Ulmer Messhalle. Aufgrund der zu kurzen Anlaufbahn konnte er seinen gewohnten Anlauf von 45 m nicht ausmessen. Es folgte der Wettkampf aus einem improvisierten, verkürzten Anlauf, der neben der gegenüberliegenden Stabhochsprungmatte auf der anderen Seite der Halle begann. Am Ende flog Benjamin trotz der Anlaufwidrigkeiten auf eine starke Weite von 7,10 m, die zurecht von den anwesenden Zuschauern und Athleten in Ulm gefeiert wurde. Nach dem Weitsprung zeigte Benjamin einen soliden Kugelstoßwettkampf. Da Wurfdisziplinen nicht seine Stärke sind und er diese auch nur sehr selten im Training angeht, ist die erzielte Weite von 9,06 m durchaus beachtlich. Beim anschließenden Hochsprung übersprang Benjamin die 1,60 m, bevor er wegen einer aufkommenden leichten Verletzung den Wettkampf nicht bei vollen Kräften beenden konnte. Am zweiten Tag beschloss Benjamin dann nach dem 60 m-Hürdenlauf, bei dem er die Konkurrenz mit einer Zeit von 9,36 s hinter sich ließ, den Wettkampf wegen der anhaltenden Verletzungsbeschwerden abzubrechen. Zur Zeit dieser Entscheidung lag er aussichtsreich auf dem Dritten Platz der Männer-Konkurrenz. Benjamin, der für den Sommer die Deutschen Meisterschaften im Dreisprung im Blick hat, wollte jedoch verständlicherweise kein Risiko eingehen, sich in der aktuellen Phase der Saison ernsthafter zu verletzen.

Am Ende steht mit einem Mannschaftsmeistertitel und zahlreichen Bestleistungen ein überaus erfolgreiches Wochenende in Ulm, bei dem alle zusätzlich viel Spaß beim Mitfiebern und Unterstützen der anderen Vereinskollegen hatten.


Log out of this account

Leave a Reply